Facebook entfernt über 1.000 Ad Targeting Optionen

Da die organische Reichweite auf Facebook nicht immer die erhoffte Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit liefert, nutzen viele Seitenbetreiber die Möglichkeit von Facebook Werbeanzeigen. Dabei verwenden gerade Anfänger häufig die Möglichkeit des Targetings auf eine sogenannte Core Audience. Das Targeting basiert hierbei auf verschiedenen demografischen Faktoren wie Geschlecht, Alter, Sprache, Land, Beziehungsstatus, Interessen, Verhaltensweisen. Mit dieser – weniger effizienten – Targeting-Option können gerade Laien erste Erfahrungen mit dem Thema Facebook Werbung sammeln.

Vor kurzem hat das soziale Netzwerk nun verkündet, dieses Tool zu vereinfachen und über 1.000 Targeting-Optionen zu entfernen. Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass die betroffenen Optionen entweder nicht sehr häufig genutzt würden oder weil sie aufgrund ähnlicher Targeting-Kategorien hinfällig seien.

Diskriminierende Art der Zielgruppendefinition möglicher Grund

Bereits in der Vergangenheit entfernte Facebook diverse Möglichkeiten, Zielgruppen einzuschränken, mit der Begründung, dass diese diskriminierend seien. 2018 deaktivierte Facebook mehr als 5.000 Targeting-Optionen, die sich auf Ethnizität und Religion bezogen. Im vergangenen März implementierte Facebook neue Regeln zur Zielgruppenansprache, die sich speziell auf Wohnungs-, Beschäftigungs- und Kreditanzeigen bezogen. Alle diese Änderungen wurden im Hinblick auf möglichen Missbrauch vorgenommen. Man wollte damit verhindern, dass Personen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft von Werbeanzeigen ausgeschlossen werden können.

Dies sei laut Facebook dieses Mal aber nicht der Fall. Dennoch gibt es Spekulationen darüber, dass auch im aktuellen Fall eine mögliche diskriminierende Nutzung der Hintergrund sein könnte und Facebook dieser zuvorkommen will. Denn die beiden beispielhaft genannten Kategorien „multicultural affinity segments” und „military bases or regiments“ können ebenfalls dazu genutzt werden, konkrete Gruppen auszuschließen. Nichtsdestotrotz handelt es sich dabei um weniger genutzte Targeting-Optionen, die sich auf den Großteil der Werbetreibenden nicht negtiv auswirken dürften.

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